Peter Kroh

Peter Kroh, Jahrgang 1944, besuchte die Sorbische Grundschule in Bautzen, begann 1958 eine Lehre als Flugzeugbauer, arbeitete später im Edelstahlwerk Freital als Schlosser und begann mit 24 Jahren ein Lehrerstudium. 1980 promovierte er über ethische Probleme der sozialistischen Arbeitsdisziplin, beteiligte sich am marxistisch-christlichen Dialog und habilitierte 1985 mit einer Arbeit über die Wirkungsbedingungen des protestantischen Arbeitsethos in der DDR.

Im Zuge des Beitritts der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland wurden 1991 sein Arbeitsbereich an der Hochschule Neubrandenburg und er als Hochschullehrer abgewickelt. Anschließend baute er ein Kommunikations-und Informationszentrum für Kinder und Jugendliche zur Sucht- und Gewaltprävention (KIZ for kids) auf, das er mehrere Jahre leitete.

Nachdem das KIZ der allgemeinen Sparpolitik zum Opfer fiel, überbrückte er die Zeit bis zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben im Jahre 2007 als Mitarbeiter mehrerer Landtagsabgeordneter der Linken in Mecklenburg-Vorpommern. 2009 veröffentlichte Peter Kroh die erste Biographie über den sorbischen Journalisten und Minderheitenpolitiker Jan Skala.

Von Peter Kroh sind u. a. erschienen:

  • Jan Skala und die „Kulturwehr“ – Denkanstöße für heute? (Rozhlad, 5 u. 6/2009).
  • Nationalistische MACHT und nationale MINDERHEIT. Jan Skala (1889–1945). Ein Sorbe in Deutschland (Homilius Verlag 2009).
  • Jan Skala und das Hambacher Fest (Lĕtopis, 2/2010).
  • Jan Skala – Sorbischer Patriot, Katholik und Sozialist (Lausitzer Almanach, 6/2011).
  • Jan Skala – Sorbischer Patriot, katholischer Christ, demokratischer Sozialist – Notizen zu einem unterbelichteten Teil der deutschen Antifaschismusforschung (in: M. Herms (Hg.): Zum Stand der Erforschung der regionalen NS-Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern, Cornelius Verlag 2011).
  • Skala-Biografie, Gestapo und Volksgerichtshof. Gegenwärtige Anmerkungen zu Akten aus vergangener Zeit (Lĕtopis, 1/2012).
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