Die Autorin Angelika Janz

Angelika Janz wurde 1952 in Düsseldorf geboren. Sie ist Schriftstellerin und in der Bildenden Kunst aktiv.

Studiert hat Angelika Janz in Essen und Bochum Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie. Seit 1977 ist sie künstlerisch tätig. In den 1980-er Jahren bekam sie verschiedene Preise in Literatur und Bildender Kunst. In der Zeit von 1979 bis 1988 dozierte sie Philosophie als Lehrerin und in der Erwachsenenbildung.

Bereits 1979 entwickelte sie den „Fragmenttext“, der heute insbesondere am Germanistischen Institut Greifswald gelehrt wird. Von 1988 bis 2008 war Angelika Janz freie Mitarbeiterin im museumspädagogischen Dienst am Essener Museum Folkwang.

Literarisch beschäftigte sie sich erfolgreich in den Genres Prosa, Essay, Lyrik und Visuelle Poesie. Schon seit den 1970-er Jahren thematisiert sie die Korrespondenz und „Vernähung“ von Text und Bild im Bereich der Bildenden Kunst, was sie unter anderem in dem Essay „Fragment als Haltung“ zum Ausdruck bringt.

Radio Bremen und RIAS Berlin produzierten zwei Hörspiele von Angelika Janz. Zu ihrer künstlerischen Vita gehören mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen sowohl in Deutschland als auch im Ausland, wozu „Spoken Word Performances“ gehören. Sie war Mitbegründerin der Jazz- und Lyrikgruppe „Trilemma“, mit der zusammen sie bis 1996 unter anderem im Kölner Stadtgarten auftrat.

Seit 1993 lebt sie mit ihrem Mann und Bildhauer Dieter Eidmann in Mecklenburg-Vorpommern, wo sie viele soziokulturelle Initiativen und Festivals organisierte. Kunst für Kinder und Jugendliche war ihr immer wichtig. Unter dem Motto „Nahsehen statt Fernsehen“ brachte sie Kita- und Schulkindern in spielerischer Form eine kulturelle Basisbildung nahe.

Mit Blick auf die Jugendlichen gründete sie 1998 vor allem im Uecker-Randow-Kreis den Förderverein „Jugendclubs im ländlichen Raum“. Um die Jahrtausendwende organisierte sie zum Beispiel das Kulturfestival „Nordischer Klang“, die „Polnische Woche 2000“ und in Greifswald die „TANZTENDENZEN“.

Nach einer längeren schweren Krankheit leitete sie bis 2010 die Schreibwerkstatt im „NB Radiotreff Neubrandenburg“ und arbeitete an der Dokumentation „Lebensfilme“.

Sie initiierte darüber hinaus zahlreiche zum Teil überregional ausgezeichnete Projekte mit den Schwerpunkten Inklusion und Gewaltprävention an Kitas und Schulen. In Torgelow leitet sie seit 2007 die Frauenkulturgruppe „Seelenwelten“, die sie immer wieder mit Kinder- und Jugendgruppen vernetzt. 2014 wurde „Nahsehn statt Fernsehn“, ihr KinderAkademie-Kunst- und Inklusionsprojekt, vom Bundespräsidenten als „Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Das Werk von Angelika Janz

Ihre künstlerischen Ausdrucksformen sind:

  • Lyrik
  • Prosa
  • Hörspiele
  • Rundfunkbeiträge
  • Spoken Word Performances
  • Interaktive Kunstaktionen
  • Ausstellungen
  • Vorträge
  • Kunst- und Literaturkritik
  • Zusammenarbeit mit Musikern

Ihre experimentellen Texte zeichnen sich ganz charakteristisch durch Gegensätze, Metaphern und Neologismen aus. So lassen sich viele ihrer künstlerischen Werke in den Bereich „Visuelle Poesie“ einordnen.

Als Beispiel für die interaktiven Kunstaktionen sei hier die Essener Aktion „schreiben wie gehen“ (1979) genannt. Mit Kreide schrieb Angelika Janz Gedichte auf den Asphalt, damit die Fußgänger die Kreideworte in alle Richtungen davontragen.

Viele ihrer Ausstellungen fanden in Mecklenburg-Vorpommern statt. Genannt werden sollten hierzu das:

  • Kulturwerk Vorpommern
  • Germanistische Institut Greifswald
  • Literaturzentrum Koeppenhaus Greifswald („Nahtstellen – Wege zum Fragment 1979 bis 2017“)
  • Vorpommersche Künstlerhaus Heinrichsruh (Retrospektive Ausstellung mit Zeichnungen, Collagen, Fragmenttexten und BildText-Installationen, 2019)
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